Prä-und postnatale Haptonomie

Prä-und postnatale haptonomische Begleitung der Eltern und des Kindes

Die Beiträge für den Begleiter

Im Rahmen seiner eigenen beruflichen Kompetenz entdeckt der Haptotherapeut, wie man das Kind und seine Eltern  während der Schwangerschaft und des ersten Lebensjahres bis zum Erlernen des Laufens affektiv begleitet. Er führt die Eltern zu einer affektiven Art zu sein :

  • die für den guten Ablauf der Schwangerschaf und der Geburt sorgt
  • die dem Elternpaar hilft, diese Momente in affektiver Nähe zu erleben

Wenn der Vater endgültig abwesend ist, hilft der Begleiter der Mutter eine nahestehende Person zu finden, die ihr zur Seite stehen wird. Ohne keineswegs den Platz des Vaters einzunehmen, der stets im Kind anwesend ist,  wird diese dritte Person (meistens handelt es sich um eine andere Frau) der Mutter und dem Kind während der Schwangerschaft und der Geburt helfen, damit das Duo Mutter-Kind nicht allzu betont wird.

Die Zweierverbindung zu arg zu verstärken, wäre für das Kind und seine Mutter möglicherweise erstickend. Die Präsenz des Vaters, oder der dritten Person, bewirkt, dass das starke affektive Verhältnis, das sich zwischen der Mutter und dem Kind entwickelt, nicht fusionär wird.

  • sie favorisiert die psychoaffektive Entwicklung des Kindes , sowie seine Intelligenz im breitesten Sinne.
     

Die Wirrnisse innerhalb des Trios werden natürlich in Betracht gezogen. Deshalb findet man im CIRDH eine Ausbildung zur Begleitung der Schwangerschaft für klinische Psychologen, die ihre Ausbildung in Haptonomie hinter sich haben und die mit obstetrikalen Teams zusammen arbeiten.

Diese Ausbildung befasst sich unter anderen mit folgenden Fragen :

  • Die Art, die unterkortikalen Kanäle zu beanspruchen, beim Haptotherapeuten selbst, beim Vater, was die Qualität ihrer Annäherung determiniert, und bei der Mutter, durch die Tonusveränderungen die in der Beziehung zu ihrem Kind wesentlich sind.
  • Die Entdeckung der internen Einladungsmöglichkeiten der Mutter durch die unterkortikalen Kanäle , und die Antagonismuse mit den meist neokortikalen Beanspruchungen.
  • Die Begleitung normaler und pathologischer Schwangerschaften, Mehrlingschwangerschaften,   Schwangerschaftsabbrüche.
  • Der Empfang des Paares, das Wohlsein der Mutter, die Unterstützung des Vaters, der affektive und taktile Kontakt mit dem Kind, dank dem haptonomischen psychotaktilen Kontakt (oder thymotaktilen Kontakt) , wie auch die klinischen Aspekte der Schwangerschaft sind.
  • Die Geburtspositionen, die Fähigkeit dem Schmerz gegenüber zu stehen und zu erleichtern, die Möglichket bei dem Kind anwesend zu sein, selbst während einer sehr medikalisierten Entbindung, auch während eines Kaiserschnittes.
  • Die Vorbeugung der post-partum Depression
  • Die Rehabilitation des Perineums
  • Die Begleitung des künstlichen Befructung, sowie für manche in Haptopsychotherapie ausgebildete Praktiker die Fruchtbarkeitsverspätungen  während präkonzeptioneller Beratungen.
  • Die postnatale Unterstützung der affektiven Dreier-Beziehung und die Begleitung des Kindes zur Autonomie

Die Begleitung des kindes in seiner Entwicklung während des ersten Lebensjahres bis zum Erlernen des Laufens, dank einer speziellen Art es zu tragen und zu führen, die jedem Fall, jeder Phase und jeder Situation angemessen ist.

Die prä-und postnatale Haptonomie im Dienst des Trios Vater-Mutter-Kind

  • Diese Begleitung favorisiert den Reifeprozess der Beziehung zwischen Vater, Mutter und dem Kind. Ihr Ziel ist also viel breiter als nur eine Vorbereitung zur Entbindung, die sie jedoch einschliesst. Sie trägt zur Entwicklung des Elternsein bei und wendet sich an den Vater, die Mutter und das Kind.  Sie erfordert seine relationelle Teilnahme im mütterlichen Schoss, sehr früh nach seiner Erzeugung. In einem Klima von Sicherheit und Vertrauen wird sie nach der Geburt weitergeführt bis zum Erlernen des Laufens, wesentliche Etappe der Autonomie. Die affektive relationelle Qualität, die  zwischen Eltern und Kind entsteht, weist sich vorbeugend aus gegenüber den Verwirrungen des « sich werdens ».
  • In Anbetracht der besonderen Entwicklung der wohl begleiteten Kinder, die sehr vertrauensvoll und dynamisch sind, dank dem Grundsicheheitsgefühl der in ihremintrauterinen Leben entwickelt wurde, muss die postnatale Arbeit als genauso wichtig wie die pränatale Arbeit betrachtet werden.
  • Sie hilft den Eltern und dem Kind in der Entwicklung ihrer Beziehung, insbesondere wenn Schwangerschaft und Geburt problematisch waren.
  • Schlecht akzeptierte Schwangerschaft, oder die nach mehreren zahlreichen spontanen oder provozierten Fehlgeburten vorkam, embryonale Stagnationen, Tod eines Kindes.
  • Vielfache Schwangerschaften, in utero Chirurgie, embryonale Stagnationen
  • Probleme bei der Feststellung des Geschlechts, Ansage eines Handicaps, oder a minima eines Verdachtes, der eine Gefahr für die Schwangerschaft bedeutet, Frühgeburt, frühzeitige Trennung, neonatale Pathologie, mütterliche Depression während oder nach der Schwangerschaft, Konflikte zwischen den Eltern.        

Die Begleitung modifiziert zutiefst das Erleben der Eltern und des Kindes während jeder Schwangerschaft. Sie ist auch eine wertvolle Hilfe während pathologischer

     
Schwangerschaften, ob sie nun wegen einer psychoaffektiven Problematik entstehen, oder wegen des Bedürfnises einer sehr medikalisierten Betreuung.

Mit der haptonomischen Annäherung gehen Eltern und Kind die Medikalisation viel ruhiger an, und sie hinterlässt dadurch viel weniger schmerzhafte Spuren.

Die wohl begleiteten Kinder zeigen durch ihr Verhalten und ihre Evolution, dass sie ein Grundsicherheitsgefühl entwickelt haben, durch das sie an die Peripetien des Lebens mit Kraft und Ruhe herangehen können.

Man muss berücksichtigen, dass wegen der Beanspruchungen der unterkortikalen Kanäle und wegen der für die Führung dieser Begleitung inhärenten Intimität, diese Begleitung :

  • unvereinbar ist während einer selben Schwangerschaft mit einer Vorbereitung zur
  • Entbindung, die die Kontrolle des Atems oder eine Visualisation beansprucht, wie Yoga, Sophrologie, und Psychoprophylaxe
  • niemals in Gruppen stattfinden kann

so früh wie möglich während der Schwangerschaft starten soll, und nie nach dem 7. Monat (28 Wochen Amenorrhö). Eine Zeit der Reifung ist zwischen den Sitzungen für die Eltern und das Kind notwendig.
Sollte nach diesem Termin eine besondere Schwierigkeit oder eine  Schwangerschaftspathologie erscheinen, dann würde die Haptonomie eine besondere der  Lage angemessenen Hilfe anbieten. Die Frist bis zur Geburt wäre aber zu kurz, um eine komplette Begleitung mit der Entbindungsarbeit vorzuschlagen.

Organisation der Ausbildung


Die Ausbildung zur Haptonomie verlangt  vom Praktikanten eine weitgehende, zugleich theorethische, praktische und affektive Arbeit. Es geht nicht darum, einfach nur eine neue Technik zu erlernen. Diese Ausbildung, wenn sie erworben ist, impliziert regelmässige Fortbildungssitzungen, die absolut notwendig sind, um die Arbeit zu vertiefen, je nach Evolution der klinischen Entwicklungen.

    THYMOS : Haptonomie nennt Thymos das Affektive, sensitiver Sitz der Leidenschaften,
                        des Gefühls als Lebensprinzip, Sitz der Intelligenz und der Wahrnehmung, die sich
                        zusammen durch den Atem ausdrücken.

Gesamtkosten der Ausbildung :

Einzelteilnehmer :  3840 Euros (6 stündiger Ausbildungstag, 160 Euros pro Stunde)
Teilnehmer im Rahmen der Fortbildung 4488 Euros (Stundempreis 187 Euros)
Es ist notwendig, dass die Praktikanten ausserhab der Sitzungen mit Paaren arbeiten können, denn es wird von ihnen regelmässig verlangt, dass sie klinische Treffen haben, über die sie einen persönlichen Bericht verfassen und präsentieren, sowie ein Bericht über die Paare.
Elternpaare –in prä-und postnataler Situation- werden im Rahmen der Ausbildung empfangen.
Die Ausbildung beträgt konzeptuelle Beiträge und Praxis, deren Ziel es ist, die Entwicklung der Wahrnehmungsfähigkeiten und des haptonomischen Kontaktes  von jedem Praktikanten zu fördern.
Die Ausbildung ist gestaffelt, sie zieht die haptonomische Begleitung der verschiedenen Etappen der Schwangerschaft, der Entbindung und Begleitung in Betracht.
 

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