Hapto-obstetrik

Hapto-obstetrik

Diese Ausbildung is belegbar nach Vollendung einer der notwendigen
Sonderausbildungen.  Sie ist jedoch aperiodisch.

Die Hapto-obstetrik ist implementiert während der Schwangerschaft und der Geburt. Sie berücksichtigt die Phänomene, die mit dem Erleben der Affektivität in der Dynamik der Geburt und in der Interaktion Eltern-Kind-Praktiker verbunden sind.

Diese Zusatzausbildung ist für Hebammen und Obstetriker  bestimmt, die im Kreissaal arbeiten.
Sie folgt ganz natürlich der prä-und postnatalen Ausbildung, die notwendigerweise vorausgeht.
(Für weitere Informationen, siehe « Prä-und postnatale Ausbildung »)


Die Praktiker, die für den guten Ablauf der Geburt verantwortlich sind, wo sie auch ausüben, entweder in einer Geburtsklinik (Stufe 3) , in einer Klinik für nicht pathologische Schwangerschaften, in einem Geburtsheim, oder sogar manchmal im Domizil, haben eine Beziehung zur Mutter, zum Vater und zum Kind, die jeder einen höchst wichtigen und unvergleichlichen Moment erleben.

Die medizinische Lehre hebt generell den Körper als Objekt hervor, in seinen  anatomischen und funktionellen Aspekten. Sie lehrt uns auch, eine Haltung zu entwickeln, ohne jeglichen Affekt, der der therapeutischen Objektivität schaden könnte.
Unsere Taten können nicht neutral sein. Wir stehen dem emotionellen Erleben des Paares und des Kindes gegenüber.  Jenseits der medizinischen Sorgen erlebt jeder Teilnehmer eine existentielle Vorladung, die ein Appel an sein intimstes Erleben während der Geburt ist.
Haptonomie unterscheidet den Körper, den man objektiv betrachten kann, und die erlebte und empfundene Korporalität.  Die Korporalität definiert das subjektive Erleben des substantiellen Körpers und dessen Aneignung durch die Person. Sie entspricht einer erlebten Realität, die unsere Beziehung zur Welt und zu den Menschen um uns bestimmt.
Sie ist « Was ich lebe und was ich bin ».

Hapto-obstetrik ist mit der klinischen Intelligenz der Praktiker eng verbunden und basiert gleichzeitig auf den Begegnungsraum, wo Mutter und Kind zusammen am Geburtsprozess teilnehmen.

Die thymestesische Führung des Praktikers integriert die Unterstützung des Vaters und seine Mitarbeit am Platz, den er einnehmen kann.
In dieser Übergangszeit, was auch die Probleme sind, unterstützt das Implementieren der haptonomischen Phenomenalität die Lebensbewegung der Mutter und des Kindes.

                             
Organisation der Ausbildung

Die Ausbildung besteht aus 4 Sitzungen von 3 Tagen auf 2 Jahre verteilt

Sie hat als Ziel :

  • Die Entwicklung der Wahrnehmungsfähigkeiten und des thymotaktilen Kontakts des Praktikers.
  • Die Kapazität, die Ängste, Hindernisse und Versperrungen zu erkennen, die den mütterlichen Repräsentationstonus verändern sowie die Fähigkeit, sie durch einen spezifisch haptonomischen Kontakt zu vermindern.
  • Sie geht auf den theorztischen anatomophysiologischen Korpus der Geburt zurück, mit Einblick auf die affektive Teilnahme im Prozess.
  • Sie behandelt das Thema des Einflusses in der Geburtsdynamik der Innervierungen kortikaler und unterkortikaler Herkunft, die durch das limbische System entstehen.
  • Sie studiert die gegenseitigen Interaktionen der Mutter und des Kindes im physiologischen Ablauf der Geburt, indem sie die Fähigkeiten entwickelt, die eigenen Bewegungen des Babies während jeder Phase seines Fortschrittes zu spüren und zu unterstützen, ihm dadurch erlaubend, sich selbst in die Welt zu bringen.
  • Sie informiert über die Möglichkeiten, den Vater zu empfangen, ihm zu erlauben, seinen ganzen Platz bei seiner Gefährtin und seinem Kind zu wahren, und seine aktive Teilnahme im Kreissaal   zu favorisieren.
  • Sie lehrt die möglichen haptonomischen Gesten, um die Geburt zu favorisieren und allen negativen Spuren vorzubeugen, die sich in das sensorielle Gedäctnis des Babies eintragen  könnten.
  • Sie studiert den Platz der Haptonomie in der Annäherung der geburtsgebundenen Pathologien.
  • Sie geht auf die Modalitäten des Empfanges des Kindes zurück, wie auch die Geburt ablief.

Der Beitrag der Haptonomie im Kreissaal modifiziert zutiefst den Ablauf der Arbeit und der Geburt, und demzufolge das Erleben der Eltern und des Kindes.

Sie fordert von den Praktikern mehr « Thymestesie » und will sie, wie Frans Veldman es wünschte und sagte, führen  « zu mehr Vernunft, Stabilität, Integrität, Intelligenz, Wohlwollen, Weisheit, voller Verständnis, Selbstverantwortung, wissend man tun muss mit Redlichkeit und Aufrichtigkeit ».
So ist sie für diejenigen, die es wünschen, eine Vertiefung der menschlichen Qualität seiner Praxis.

Die Ausbildung in Hapto-obstetrik endet mit einer Habilitation, die einen starken individuellen ethischen Anspruch fordert .

Thymestesisch : kommt von Thymos. Haptonomie nennt Thymos das Affective, Sitz der Intelligenz und der Wahrnehmung, die sich zusammen mit dem Atem ausdrücken.

Für die Haptonomie schliesst der Repräsentationstonus Muskeltonus, Gelenktonus,  Gewebetonus, Gefässtonus und psychischen Vitalitätstonus der Person ein.
 

Le CIRDH a pour mission de transmettre les découvertes de Frans Veldman et de soutenir la dynamique d'une recherche théorique et pratique

© Copyright CIRDH 2018